Gedenkstätte

Fuhlsbüttel

Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. In der Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal seiner Gefangenen dargestellt. Die Ausstellung befindet sich in dem ehemaligen Eingangsgebäude, einem Torhaus, der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten.

Aktuelle Meldungen

Foto; SHGL, 2020

Begleitete Angebote wieder buchbar

Wir bieten vor diesem Hintergrund wieder verschiedene Formate u.a. für Gruppenbegleitungen an. Die geltenden Auflagen werden dabei stets beachtet. Veranstaltungen draußen Begleitete…

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Regeln für den Besuch der Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten

Für die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die Gedenkstätten Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel und Poppenbüttel gelten bei einem Besuch besondere Vorkehrungen zur Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen…

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Bericht von der 17. Tagung der Außenlager-Initiativen und -Gedenkstätten des ehemaligen KZ Neuengamme

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung lag auf dem Medium der Graphic Novel in der Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit von Gedenkstätten. Ausgangspunkt für diese Schwerpunktsetzung war, dass im…

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Gedenkstätten digital entdecken

Link zum Teaserfilm [Vimeo] Die neuen Online-Angebote ergänzen die bestehenden Bildungsangebote der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Jenseits pandemiebedingter Einschränkungen unseres…

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Neuerscheinung: Ausstellungskatalog zur Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Seit 1987 erinnert die Gedenkstätte Fuhlsbüttel an die ehemals Inhaftierten. In der Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal seiner…

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Termine

  • Sonntag, 28. November 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr.
Heute mit Malte Hinrichsen.

Bitte beachten sie, dass für die Gedenkstätte Fuhlsbüttel das 2G-Modell gilt (Nachweis über Impfung oder Genesung)

  • Dienstag, 30. November 2021 18:00–19:30

Gedenkstätte KZ und Strafanstalten Fuhlsbüttel

abgesagt! Albert Goldenstedt - Ein Delmenhorster im antifaschistischen Widerstand

Die Veranstaltung fällt leider aus!

Die Historikerin Dr. Christiane Goldenstedt stellt die Biografie des Antifaschisten Albert Goldenstedt anhand von Dokumenten und Zeitzeugnissen vor. Der Antifaschist war früh gegen das Naziregime aktiv und unterstütze die „Rote Hilfe“, er wurde als Kommunist verfolgt, ging 1936 ins Exil. Er war weiterhin im Widerstand aktiv, 1940 wurde er inhaftiert und kam in verschiedene Gefängnisse und Zuchthäuser. 1943 wurde er als Soldat in die Strafdivision 999 der Wehrmacht einberufen. Nach seiner Rückkehr aus der englischen Kriegsgefangenschaft war Albert Goldenstedt weiterhin politisch aktiv und engagierte sich jahrelang in der VVN Niedersachsen.

Bitte beachten Sie: Dies ist eine Veranstaltung nach dem 2G-Modell, das heißt, dass der Nachweis einer Covid-19-Impfung oder Genesung notwendig ist. Bitte beachten Sie auch, dass der Veranstaltungsort geändert wurde. Die Veranstaltung findet in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel statt.

  • Freitag, 3. Dezember 2021 14:00–19:00

Strafanstalten Fuhlsbüttel im Nationalsozialismus

Die Strafanstalten Fuhlsbüttel sind wichtige bauliche Zeugnisse der Geschichte des Hamburger Strafvollzugs. Nicht mehr benötigte Flächen und Gebäude der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel sollen nun aufgegeben werden und stehen zukünftig für alternative Nutzungsformen zur Verfügung. In der Diskussion ist auch eine Erweiterung der bestehenden „Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945“.

Aus diesem Anlass nehmen wir die Bau- und Nutzungsgeschichte der Gebäude in den Blick. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie als Konzentrationslager, Polizeigefängnis, Außenlager des KZ Neuengamme, Gefängnisse für Männer, Frauen und Jugendliche sowie Zuchthaus genutzt. Wer waren die Gefangenen? Aus welchen Gründen und unter welchen Bedingungen waren sie inhaftiert? Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten und Verwaltung? Die Forschungsergebnisse von Herbert Diercks und Christoph Bitterberg geben Impulse für die aktuelle Debatte um einen angemessenen Umgang mit dem Areal.

Referenten: Christoph Bitterberg und Herbert Diercks (beide Historiker aus Hamburg); Moderation: Alyn Beßmann (SHGL)

Die Fortbildung ist kostenfrei. Für Kuchen und Obst wird eine private Umlage von 2,- Euro/Person vor Ort erhoben. 

Anmeldung bis zum 26. November 2021 über unser Online-Formular:

  • Sonntag, 5. Dezember 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr.
Heute mit Anne Harden.

Bitte beachten sie, dass für die Gedenkstätte Fuhlsbüttel das 2G-Modell gilt (Nachweis über Impfung oder Genesung)

  • Sonntag, 12. Dezember 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr.
Heute mit Kai Ermes.

Bitte beachten sie, dass für die Gedenkstätte Fuhlsbüttel das 2G-Modell gilt (Nachweis über Impfung oder Genesung)

Gefängnis Fulsbüttel, ca. 1931

Bereits wenige Wochen nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten

richtete die Hamburger Staatspolizei in Gebäuden der Fuhlsbüttler Strafanstalten ein Konzentrationslager ein. Hier wies sie zunächst kommunistische und sozialdemokratische Regimegegner*innen ein. Am 4. September 1933 erfolgte die formelle Übertragung der Leitung an besonders brutale und skrupellose SS- und SA-Angehörige. Das im zeitgenössischen Sprachgebrauch als »Kola-Fu« bezeichnete KZ Fuhlsbüttel wurde innerhalb kürzester Zeit zu einem Inbegriff für Grauen, Leiden und Sterben. Bis zur Befreiung im Mai 1945 kamen über 250 Frauen und Männer ums Leben – sie starben an den Folgen der Misshandlungen, wurden ermordet oder in den Tod getrieben. 

Ab 1936 wurde das KZ Fuhlsbüttel als Polizeigefängnis weitergeführt. Nahezu alle verhafteten Hamburger Widerstandskämpfer*innen kamen in das »Kola-Fu«, ebenso wie Zeugen Jehovas und Juden und Jüdinnen, mit dem Regime Unzufriedene, Swing-Jugendliche und Menschen, die die Nationalsozialisten als »Asoziale« und »Volksschädlinge« verfolgten. Während des Krieges waren auch viele ausländische Widerstandskämpfer*innen und Zwangsarbeiter*nnen im »Kola-Fu« inhaftiert. Es gab neben dem Polizeigefängnis auch ein Zuchthaus auf dem Gelände. Von Oktober 1944 bis Februar 1945 nutzte die SS einen Gebäudeteil als Außenlager des KZ Neuengamme. Über 200 KZ-Gefangene aus zehn verschiedenen Nationen starben an den Folgen der unmenschlichen Behandlung. 

Blick in die Ausstellung im ehemaligen Torhaus

Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

wurde 1987 in dem ehemaligen Eingangsgebäude, einem Torhaus, der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten eingerichtet. Eine im Eingangsbereich angebrachte Gedenktafel nennt die Namen der im »Kola-Fu« und im KZ-Außenlager getöteten Häftlinge. In der Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal seiner Gefangenen dargestellt. Im Mittelpunkt stehen einzelne Biografien. Zu sehen sind auch Originalgegenstände und eine nachgestaltete Einzelzelle.

Adresse
Suhrenkamp 98
22335 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen.

Eintritt frei.

Die Ausstellung ist nicht mit dem Rollstuhl befahrbar.

Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310