Gedenkstätte

Fuhlsbüttel

Im ehemaligen Torhaus befindet sich die Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. In der Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal seiner Gefangenen dargestellt. Die Ausstellung befindet sich in dem ehemaligen Eingangsgebäude, einem Torhaus, der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten.

Aktuelle Meldungen

Foto; SHGL, 2020

Begleitete Angebote wieder buchbar

Wir bieten vor diesem Hintergrund seit dem 7. Juni 2021 wieder verschiedene Formate u.a. für Gruppenbegleitungen an. Die geltenden Auflagen werden dabei stets beachtet. Veranstaltungen draußen …

Weiterlesen

Ab 1. Juni mit der Luca-App in die Gedenkstätten

Nachdem die staatlich getragenen Hamburger Museen und Ausstellungshäuser aufgrund der geltenden Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung am 18. Mai 2021 wieder für Besucherinnen und Besucher…

Weiterlesen

Gedenkstätten wieder geöffnet

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist für Besucher*innen geöffnet. Auch die Gedenkstätten Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel, Poppenbüttel und der Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof…

Weiterlesen

Zum 8. Mai: Relaunch des Hamburger Gedenkstättenportals

Die Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht hat seinen Platz in ganz Hamburg. Vor allem seit den 1980er-Jahren sind in nahezu dem gesamten Stadtgebiet Gedenkstätten entstanden: auf dem…

Weiterlesen

Gegenstände tragen Erinnerungen

Da wir coronabedingt auch in diesem Jahr leider nicht gemeinsam mit vielen Gästen aus dem Ausland zu einer Gedenkfeier zusammenkommen können, haben wir uns gefragt, wie dennoch gemeinsames Gedenken…

Weiterlesen

Termine

  • Sonntag, 19. September 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel (fällt aus)

Diese Veranstaltung muss leider ausfallen. Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Kai Ermes.

  • Dienstag, 21. September 2021 19:00–21:00

Online

„Through the Darkest of Times“ – Widerstand gegen den Nationalsozialismus als Computerspiel

“Through the Darkest of Times” ist ein Computerspiel, in dem Spieler*innen in die Rolle einer zivilen Widerstandskämpferin in Berlin während der Zeit des Nationalsozialismus schlüpfen. So gut es geht,  wird im Spiel versucht, dem Regime Widerstand zu leisten, Verfolgten zu helfen und die Menschen aufzuklären und gleichzeitig der Verfolgung zu entgehen. “Through the Darkest of Times” wurde 2020 beim Deutschen Computerspielpreis als „Bestes Serious Game“ ausgezeichnet und erregte auch international viel Aufmerksamkeit.

Jörg Friedrich, einer der Designer von „Through the Darkest of Times“, wird an diesem Abend das Spiel vorstellen, über die Intentionen und Abwägungen bei der Entwicklung sowie die generelle Bedeutung von Computerspielen für die Erinnerungskultur sprechen.  

Hinweise

  • Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken kurz wenige Tage vor der Veranstaltung an alle, die online teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung bis zum 21. September 2021, 12h.
  • Für die Teilnahme an der online Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen können über die Chat-Funktion eingebracht werden und sind herzlich willkommen.
  • Bitte keine Screenshots und/oder Mitschnitte von der Veranstaltung anfertigen.
  • Für die Verwendung der Software Zoom übernehmen die Veranstalter*innen keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom können hier eingesehen werden: https://zoom.us/docs/de-de/privacy-and-security.html.
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

  • Sonntag, 26. September 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel (fällt aus)

Diese Veranstaltung muss leider ausfallen. Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Anne Harden.

  • Dienstag, 28. September 2021 16:00–17:00

per Telefon

Hörführung: „KoLaFu“: Konzentrationslager und Polizeigefängnis Fuhlsbüttel

Im ehemaligen Torhaus der Strafanstalten befindet sich die Gedenkstätte. In den Jahren 1933 bis 1945 quälten und folterten in Fuhlsbüttel SA-, SS- und Gestapo-Angehörige ihre Gefangenen. Wer waren die drangsalierten Frauen und Männer? Warum gerieten sie in Konflikt mit dem Nationalsozialismus? Ein Besuch der Gedenkstätte per Telefon mit einer thematischen Einführung.

Ein Angebot von „Bei Anruf Kultur“, eine Initiative des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg und grauwert, Büro für Inklusion.

Einfach anmelden, zur Uhrzeit mit dem Telefon einwählen und in einer kleinen Gruppe teilnehmen.

Anmeldung über www.beianrufkultur.de oder buchung@beianrufkultur.de oder Telefon (040) 209 404 29.

  • Freitag, 12. November 2021 16:00–17:00

Hörführung: „KoLaFu“: Konzentrationslager und Polizeigefängnis Fuhlsbüttel

Im ehemaligen Torhaus der Strafanstalten befindet sich die Gedenkstätte. In den Jahren 1933 bis 1945 quälten und folterten in Fuhlsbüttel SA-, SS- und Gestapo-Angehörige ihre Gefangenen. Wer waren die drangsalierten Frauen und Männer? Warum gerieten sie in Konflikt mit dem Nationalsozialismus? Ein Besuch der Gedenkstätte mit Martin Reiter per Telefon mit einer thematischen Einführung.

Ein Angebot von „Bei Anruf Kultur“.

Anmeldung über www.beianrufkultur.de oder buchung@beianrufkultur.de

Gefängnis Fulsbüttel, ca. 1931

Bereits wenige Wochen nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten

richtete die Hamburger Staatspolizei in Gebäuden der Fuhlsbüttler Strafanstalten ein Konzentrationslager ein. Hier wies sie zunächst kommunistische und sozialdemokratische Regimegegner*innen ein. Am 4. September 1933 erfolgte die formelle Übertragung der Leitung an besonders brutale und skrupellose SS- und SA-Angehörige. Das im zeitgenössischen Sprachgebrauch als »Kola-Fu« bezeichnete KZ Fuhlsbüttel wurde innerhalb kürzester Zeit zu einem Inbegriff für Grauen, Leiden und Sterben. Bis zur Befreiung im Mai 1945 kamen über 250 Frauen und Männer ums Leben – sie starben an den Folgen der Misshandlungen, wurden ermordet oder in den Tod getrieben. 

Ab 1936 wurde das KZ Fuhlsbüttel als Polizeigefängnis weitergeführt. Nahezu alle verhafteten Hamburger Widerstandskämpfer*innen kamen in das »Kola-Fu«, ebenso wie Zeugen Jehovas und Juden und Jüdinnen, mit dem Regime Unzufriedene, Swing-Jugendliche und Menschen, die die Nationalsozialisten als »Asoziale« und »Volksschädlinge« verfolgten. Während des Krieges waren auch viele ausländische Widerstandskämpfer*innen und Zwangsarbeiter*nnen im »Kola-Fu« inhaftiert. Es gab neben dem Polizeigefängnis auch ein Zuchthaus auf dem Gelände. Von Oktober 1944 bis Februar 1945 nutzte die SS einen Gebäudeteil als Außenlager des KZ Neuengamme. Über 200 KZ-Gefangene aus zehn verschiedenen Nationen starben an den Folgen der unmenschlichen Behandlung. 

Blick in die Ausstellung im ehemaligen Torhaus

Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

wurde 1987 in dem ehemaligen Eingangsgebäude, einem Torhaus, der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten eingerichtet. Eine im Eingangsbereich angebrachte Gedenktafel nennt die Namen der im »Kola-Fu« und im KZ-Außenlager getöteten Häftlinge. In der Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal seiner Gefangenen dargestellt. Im Mittelpunkt stehen einzelne Biografien. Zu sehen sind auch Originalgegenstände und eine nachgestaltete Einzelzelle.

Adresse
Suhrenkamp 98
22335 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen.

Eintritt frei.

Die Ausstellung ist nicht mit dem Rollstuhl befahrbar.

Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310