Gedenkstätte

Fuhlsbüttel

Im ehemaligen Torhaus befindet sich die Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. In der Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal seiner Gefangenen dargestellt. Die Ausstellung befindet sich in dem ehemaligen Eingangsgebäude, einem Torhaus, der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten.

Aktuelle Meldungen

Wir haben geschlossen!

Leider müssen wir wegen eines Inzidenzwertes von über 100 die Gedenkstätten wieder auf unbestimmt Zeit schließen.  Alle Ausstellungen der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sind…

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Jahresbericht 2020

Neben inhaltlichen Artikeln wird die Arbeit der Stiftung mit Fokus auf die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die Gedenkstätten Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel und Poppenbüttel sowie das Projekt Gedenkort und…

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Neues Bildungsprojekt „Gedenkstätten digital erkunden“

Die Coronapandemie hat auch die Arbeit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte massiv beeinträchtigt. Durch die zeitweiligen und aktuellen Schließungen der Ausstellungen kam es zu einem…

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Wir trauern um Prof. Dr. Ulrich Bauche (1928–2020)

Werdegang und Wirken von Ulrich Bauche waren stark durch die Verfolgungserfahrungen seiner Familie geprägt. Sein Großvater Max Mendel, von 1925 bis 1929 für die SPD Hamburger Senator, kam 1942 im…

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Rundbrief zum Jahreswechsel 2020/2021

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, das Jahr 2020 hat in vielfacher Hinsicht Änderungen für uns alle gebracht – so auch für die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Zu Beginn des…

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Termine

  • Sonntag, 25. April 2021 10:00–13:00

U-/S-Bahn Station Ohlsdorf, Ausgang Fuhlsbüttler Straße

Fahrradfahrt über den Ohlsdorfer Friedhof und zur Gedenkstätte Fuhlsbüttel (fällt aus)

Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung fällt aus! Auf der Fahrradfahrt über den Ohlsdorfer Friedhof werden Grabstätten ausgewählter Persönlichkeiten aufgesucht, die im Nationalsozialismus verfolgt oder aber an Verbrechen beteiligt waren. Die Fahrt führt auch zu den Gräberfeldern für KZ-Opfer, für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, für ausländische Kriegsgefangene und für Bombenopfer. Die Fahrt endet in der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten  Fuhlsbüttel 1933–1945 mit einer Kurzführung durch den Kurator der Ausstellung, Herbert Diercks.

Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks

Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro)

Kooperationspartner
Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.
www.bredelgesellschaft.de

Flyer

  • Sonntag, 25. April 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel (fällt aus)

Diese Veranstaltung fällt leider aus. Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS). Heute mit Friederike Cornelßen

  • Sonntag, 9. Mai 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS). Heute mit Claus-Henning Schwarz.

  • Sonntag, 30. Mai 2021 11:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS). Heute mit Henning Glindemann

  • Sonntag, 6. Juni 2021 10:00–13:00

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr

06.06. Dieter Wilde
13.06. Malte Hinrichsen
20.06. Ilse Jacob
27.06. Kai Ermes

Gefängnis Fulsbüttel, ca. 1931

Bereits wenige Wochen nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten

richtete die Hamburger Staatspolizei in Gebäuden der Fuhlsbüttler Strafanstalten ein Konzentrationslager ein. Hier wies sie zunächst kommunistische und sozialdemokratische Regimegegner*innen ein. Am 4. September 1933 erfolgte die formelle Übertragung der Leitung an besonders brutale und skrupellose SS- und SA-Angehörige. Das im zeitgenössischen Sprachgebrauch als »Kola-Fu« bezeichnete KZ Fuhlsbüttel wurde innerhalb kürzester Zeit zu einem Inbegriff für Grauen, Leiden und Sterben. Bis zur Befreiung im Mai 1945 kamen über 250 Frauen und Männer ums Leben – sie starben an den Folgen der Misshandlungen, wurden ermordet oder in den Tod getrieben. 

Ab 1936 wurde das KZ Fuhlsbüttel als Polizeigefängnis weitergeführt. Nahezu alle verhafteten Hamburger Widerstandskämpfer*innen kamen in das »Kola-Fu«, ebenso wie Zeugen Jehovas und Juden und Jüdinnen, mit dem Regime Unzufriedene, Swing-Jugendliche und Menschen, die die Nationalsozialisten als »Asoziale« und »Volksschädlinge« verfolgten. Während des Krieges waren auch viele ausländische Widerstandskämpfer*innen und Zwangsarbeiter*nnen im »Kola-Fu« inhaftiert. Es gab neben dem Polizeigefängnis auch ein Zuchthaus auf dem Gelände. Von Oktober 1944 bis Februar 1945 nutzte die SS einen Gebäudeteil als Außenlager des KZ Neuengamme. Über 200 KZ-Gefangene aus zehn verschiedenen Nationen starben an den Folgen der unmenschlichen Behandlung. 

Blick in die Ausstellung im ehemaligen Torhaus

Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

wurde 1987 in dem ehemaligen Eingangsgebäude, einem Torhaus, der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten eingerichtet. Eine im Eingangsbereich angebrachte Gedenktafel nennt die Namen der im »Kola-Fu« und im KZ-Außenlager getöteten Häftlinge. In der Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal seiner Gefangenen dargestellt. Im Mittelpunkt stehen einzelne Biografien. Zu sehen sind auch Originalgegenstände und eine nachgestaltete Einzelzelle.

Adresse
Suhrenkamp 98
22335 Hamburg

Öffnungszeiten:
Bitte beachten Sie: Die Ausstellung ist momentan geschlossen
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen.

Eintritt frei.

Die Ausstellung ist nicht mit dem Rollstuhl befahrbar.

Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310