Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.
Die Ausstellung hat den Schwerpunkt „Widerstand“.
In der Ausstellung wird die Geschichte des Konzentrationslagers und das Schicksal der Gefangenen dargestellt.
Die Ausstellung befindet sich in dem ehemaligen Eingangsgebäude (einem Torhaus) der noch heute in Betrieb befindlichen Justizvollzugsanstalten.

Bereits wenige Wochen nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten richtete die Hamburger Staatspolizei ein Konzentrationslager in Gebäuden der Fuhlsbüttler Strafanstalten ein.
Im September 1933 wurde das KZ der SA und SS übergeben.
Das als »Kola-Fu« bezeichnete KZ Fuhlsbüttel wurde innerhalb kürzester Zeit zu einem Inbegriff für Grauen, Leiden und Sterben.
Bis zur Befreiung im Mai 1945 kamen über 250 Frauen und Männer ums Leben.
Sie starben an den Folgen der Misshandlungen, wurden ermordet oder in den Tod getrieben.

Ab 1936 wurde das KZ Fuhlsbüttel als Polizeigefängnis weitergeführt.
Nahezu alle verhafteten Hamburger Widerstandskämpferinnen kamen in das »Kola-Fu«.
Im »Kola-Fu« inhaftiert waren auch Zeugen Jehovas und Juden und Jüdinnen, mit dem Regime Unzufriedene, Swing-Jugendliche und Menschen, die die Nationalsozialisten als »Asoziale« und »Volksschädlinge« verfolgten. Während des Krieges waren auch viele ausländische Widerstandskämpferinnen und Zwangsarbeiter*innen im »Kola-Fu«.
Es gab neben dem Polizeigefängnis auch ein Zuchthaus auf dem Gelände.
Von Oktober 1944 bis Februar 1945 nutzte die SS einen Gebäudeteil als Außenlager des KZ Neuengamme.
Über 200 KZ-Gefangene aus zehn verschiedenen Nationen starben an den Folgen der unmenschlichen Behandlung.